Hallo Winterzeit! Am 29. Oktober 2017 ist es wieder soweit

Man kann sie gewinnen, schinden, vergeuden, totschlagen oder für sich arbeiten lassen. Dem einen vergeht sie zu langsam, dem anderen läuft sie davon: die Zeit. Seit rund 7.000 Jahren versuchen Menschen, das Mysterium der Zeit zu begreifen und sie mit immer funktionaleren Instrumenten immer exakter zu messen. Denn fest steht: In unserem Leben dreht sich fast alles um sie, die Zeit. Aktuelles Beispiel: Am 29. Oktober 2017 – genauer um drei Uhr nachts – werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt. Dann beginnt die Winterzeit, die übrigens gleichbedeutend ist mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ).

Das bedeutet: Wir können eine Stunde länger schlafen. Im Umkehrschluss hält draußen natürlich auch die Dunkelheit eine Stunde früher Einzug. Doch es ist wie so oft im Leben: Gratis ist fast nichts. Denn turnusmäßig folgt im März der Wechsel zurück zur Sommerzeit. Dann „büßen“ wir exakt jene 60 Minuten wieder ein, die Uhr wird eine Stunde vorgestellt. Diese rund halbjährliche Zeitumstellung gilt in Deutschland übrigens seit 1980. Hintergrund: In Folge der Ölkrise von 1973 erhofften sich clevere Denker durch die Einführung der Sommerzeit Energieeinsparungen. Denn wenn es draußen länger hell ist, kann drinnen das Licht länger ausgeschaltet bleiben.1

Die alten Römer und ihre Wasseruhren:

Redezeit-Countdown für Politiker

Doch zurück zum Dreh- und Angelpunkt der modernen Welt. Sie wissen schon: tick, tack, … Das Bestreben der Menschen, die Zeit zu messen, blickt auf eine lange Tradition zurück. Sonnenuhren, die ersten und einfachsten Zeitmesser zur Bestimmung der Tageszeit, sind seit rund 6.000 Jahren in Gebrauch. Sie gehören zu den sogenannten Elementaruhren, die – auch als Wasser-, Feuer- und Sanduhren – die Zeitmessung von der Antike bis ins hohe Mittelalter dominierten. Schon im alten Rom spielten Uhren im politischen Tagesgeschäft eine Rolle: Um die Redezeit bei Sitzungen zu begrenzen, wurden häufig mehrere Wasseruhren zum Countdown eingesetzt.

Die Einteilung einer Stunde in 60 Minuten geht zwar auf das babylonische Zahlsystem zurück, das auf der Zahl 12 und deren Vielfachem 60 beruhte2. Doch erst mit der Erfindung mechanischer Räderuhren um das Jahr 1300 wurde das Bestreben, die Zeit in immer kleinere Einheiten zu zerlegen, von Erfolg gekrönt. Allerdings ließ die Genauigkeit der ersten Räderwerke ziemlich zu wünschen übrig, denn Abweichungen von einer Stunde pro Tag waren keine Seltenheit.

In den folgenden Jahrhunderten entwickelte sich eine hochspezialisierte Uhrmacherzunft meisterlicher Kunsthandwerker, die immer exaktere und immer kleinere Uhren konstruierten – bis hin zu tragbaren Taschenuhren.

Armbanduhren für Herren:

Zunächst nur beim Militär

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts tauchten dann die ersten an Armbändern befestigten Uhren auf. Doch bis sie sich durchsetzen, sollte noch einige Zeit ins Land ziehen. An der Wende zum 20. Jahrhundert wurden zunächst Soldaten mit Armbanduhren ausgerüstet, denn im Gegensatz zu Taschenuhren, die umständlich und zeitaufwändig aus der Weste genestelt werden mussten, genügte bei diesen ein Drehen des Handgelenks, um mit einem kurzen Blick auf das Ziffernblatt die Uhrzeit abzulesen.

Im Alltag eroberte die Armbanduhr zunächst die Damenwelt. Die zierlichen Zeitmesser dienten als praktisches Schmuck-Accessoire und entwickelten sich zu einem Symbol der sich emanzipierenden Frau. Männer taten sich mit dem neuen Gebrauchsgegenstand etwas schwerer, zumal das Tragen eines Armbands lange Zeit als unmännlich gilt. Dennoch war der Siegeszug der Armbanduhr nicht mehr aufzuhalten.

Der „Quarz-Schock“

In den 1970er-Jahren zeichnete sich eine Entwicklung ab, die vielen eingefleischten Fans mechanischer Uhren als Horrorszenario galt: der „Quarz-Schock“. Vor allem aus Fernost überschwemmten quarzgesteuerte und batteriebetriebene Uhren die Märkte. Viele traditionelle europäische Uhren-Manufakturen mussten sich der billigen Konkurrenz beugen, ihre Pforten schließen und lebten oft nur noch als Markenname, jedoch nicht als Hersteller fort.

Aller Nostalgie zum Trotz haben die Quarzuhren unbestrittene Vorteile gegenüber ihren mechanischen Artgenossen: Der Träger muss nicht daran denken, sie aufzuziehen, und ihre Abweichung beträgt – zumindest theoretisch – nur Bruchteile einer Sekunde pro Jahr. Ist die Batterie jedoch leer, bleibt die Quarzuhr bis zum Einsetzen einer neuen Energiequelle funktional wertlos.

Obwohl sich Quarzuhren in der Massenproduktion durchgesetzt haben, sind Edel-Manufakturen noch immer auf die Herstellung mechanischer Uhren spezialisiert, die aus rund 400 Einzelteilen bestehen. Die kleinsten dieser Teile sind mit dem bloßen Auge nur als Sandkorn auszumachen. Die Preise dieser Meisterstücke liegen – in Abhängigkeit von den verwendeten Materialien – im Bereich der Kosten für einen Renault oder gar für eine Eigentumswohnung.

Andere Hersteller bedienen die Bedürfnisse der Hightech-Freaks und bieten solargetriebene Funkuhren an, die von einem Funkzeitsender in Mainflingen3 bei Frankfurt auf Basis von Atomuhren gesteuert werden. Ihre Abweichung beträgt lediglich etwa eine Sekunde in einer Million Jahre. Eine Ungenauigkeit, die im Alltag – wenn man beispielsweise auf die Bahn wartet – eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Doch ganz gleich, wie genau eine Uhr auch geht und wie uns ihr Design oder ihre Technik zu begeistern vermag, eines ist allen gemeinsam: Sie können die Zeit nur messen – Einfluss auf unser subjektives Zeitempfinden oder gar auf den Lauf der Zeit haben sie nicht. Das Wesen der Zeit bleibt eben trotz modernster Instrumente ein faszinierendes Rätsel.

Auch bei Renault steht die Zeit nicht still. In seiner fast 120-jährigen Geschichte hat das französische Traditionsunternehmen zahlreiche automobile Meilensteine hervorgebracht und Motorsporterfolge gefeiert. Sie wollen mehr über die Renault Historie erfahren? Wir haben für Sie eine unterhaltsame Auswahl zusammengestellt:

Und für alle, die es ganz genau wissen wollen:

Für welchen Uhrentyp schlägt Ihr Herz?

1 Quelle: www.merkur.de.
2 Quelle: www.spektrum.de.
3 Quelle: de.wikipedia.org.
Bildquelle Hauptmotiv: Urheber: shaiith.

(Stand 10/2017, Irrtümer vorbehalten)

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Alle genannten Renault PKW Modelle: Gesamtverbrauch kombiniert (l/100 km): 7,5 – 3,3; CO2-Emissionen kombiniert (g/km) 190 – 86. Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren VO (EG) 715/2007 und § 2 Nrn. 5, 6, 6a Pkw-EnVKV in der gegenwärtig geltenden Fassung und ohne Zusatzausstattung ermittelt.

Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug und sind nicht Bestandteil des Angebots, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch, den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen können dem ‚Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch, die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch neuer Personenkraftwagen“ entnommen werden, der bei allen Renault Partnern und bei der Deutsche Automobil Treuhand (DAT) unentgeltlich erhältlich ist. Der Leitfaden steht außerdem als Download zur Verfügung.